9. Dezember 2023

weihnachtskugeln

Feedback geben und nehmen

Empathie spielt eine entscheidende Rolle im Prozess des Feedbackgebens und -empfangens. 

Es geht darum, sich in die Gefühls- und Gedankenwelt des anderen hineinzuversetzen, um ein tieferes Verständnis für dessen Perspektive zu entwickeln. Dies hilft nicht nur dabei, Feedback so zu formulieren, dass es konstruktiv und förderlich ist, sondern auch dabei, selbst Feedback offener und reflektierter anzunehmen.

 Indem wir uns bewusst machen, dass hinter jeder Rückmeldung menschliche Emotionen und Sichtweisen stehen, wird der Austausch von Feedback zu einem empathischeren und effektiveren Kommunikationsmittel. 

Empathisches Feedback fördert eine positive Atmosphäre, die auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basiert.

Jemand bittet Sie um Feedback?

Versetzen Sie sich kurz in die Lage des anderen, bevor Sie Feedback geben. Überlegen Sie, wie Sie angesprochen werden möchten und wie Sie die Aussagen verstehen würden. Passen Sie Ihre Ausdrucksweise entsprechend an. Bleiben Sie freundlich und dabei klar in der Sache.

Die sogenannte Sandwichmethode ist eine gängige Technik, um Feedback zu geben, insbesondere wenn es kritische Punkte beinhaltet. Hierbei wird die konstruktive Kritik zwischen zwei positiven Kommentaren „eingebettet“, ähnlich wie die Füllung eines Sandwichs zwischen zwei Brotscheiben.

Beispiel:

  1. Ich schätze Ihr Engagement bei diesem Projekt. Es ist sehr hilfreich.
  2. Mir ist ein Punkt aufgefallen: Wenn es um [Thema] geht, fehlt mir noch [Zusatz]. Dies sollte ergänzt werden; vielleicht nutzt du dafür [..].
  3. Die weiteren Punkte haben Sie besonders kreativ gelöst – vielen Dank dafür.
 
Sie erhalten Feedback?
 
Betrachten Sie Feedback nicht als Angriff, sondern als Chance zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Hinterfragen Sie realistisch, ob die Kritik berechtigt ist und nutzen Sie die Möglichkeit, es zukünftig besser zu machen.
 

Denken Sie an eine vergangene Situation, in der Sie Feedback erhalten haben, das Ihnen nicht gefallen hat und reflektieren Sie mit folgenden Fragen:

 *War es die Art, wie Sie die Kritik erhalten haben? Wie haben Sie sich gefühlt und was hätten Sie sich in der Situation vom Feedbackgeber gewünscht? Denken Sie an diese Aspekte, wenn Sie das nächste Mal Feedback geben, denn wir können es besser!

 *War es der Kritikpunkt selber? Manchmal ist Selbsterkenntnis unangenehm, aber eine sehr große Chance für Entwicklung. Nehmen Sie es als wertvolles „Lerngeschenk“.

*War die Kritik nicht angemessen und wirklich nicht berechtigt? Es ist ok, unterschiedliche Sichtweisen zu haben. Wichtig ist, dass wir das realistisch beurteilen.